Studie zur naturverträglichen Nutzung der „Doggerbank“ veröffentlicht

Wie lässt sich der Schutz mariner Ökosysteme mit wirtschaftlicher Nutzung vereinbaren? Gemeinsam mit Partnern hat die IBL Umweltplanung GmbH im Auftrag des BMUV und BMWK Potenziale und Grenzen einer nachhaltigen Nutzung der Doggerbank in der deutschen AWZ der Nordsee untersucht. Die Ergebnisse liegen jetzt auch öffentlich vor.

Die Doggerbank ist eine große Sandbank unter der Wasseroberfläche in der Nordsee. Sie liegt in den Ausschließlichen Wirtschaftszonen (AWZ) von Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und Dänemark. Teile dieses Gebiets – darunter auch der deutsche Abschnitt – sind als Naturschutzgebiete ausgewiesen.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klima (BMWK) hat die IBL Umweltplanung GmbH gemeinsam mit BioConsult SH, Deutscher WindGuard und Prof. Dr. Gerold Janssen untersucht, wie eine naturverträgliche Nutzung der Doggerbank möglich sein könnte.

Im Mittelpunkt der Studie standen folgende Fragen:

  • Welche rechtlichen und politischen Vorgaben gelten in der deutschen AWZ?
  • Wie entwickeln sich Technologien im Bereich der Offshore-Windenergie weiter?
  • Welche ökologischen Belastungsgrenzen bestehen im Naturschutzgebiet Doggerbank? D.h. die Ermittlung der Tragfähigkeit der Ökosysteme

Auf Grundlage dieser Untersuchungen wurden mehrere Ausbauszenarien für eine mögliche Windenergienutzung entworfen – samt ihrer Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt.

Eine klare Empfehlung für eines der Szenarien konnte jedoch nicht ausgesprochen werden. Grund dafür sind fehlende Daten und Informationen zu den technologischen Möglichkeiten und den ökologischen Folgen. Um die bestehenden Wissenslücken zu schließen, zeigt die Studie konkrete Forschungs- und Handlungsempfehlungen auf.

Empfehlung der Studie

Bevor über eine Windenergienutzung im Naturschutzgebiet Doggerbank entschieden wird, sollte die Zeit genutzt werden, um die in der Studie benannten Wissenslücken zu schließen und den empfohlenen Forschungsarbeiten nachzugehen.

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