Schweinswal-Aktivität in der Deutschen Bucht stabil

Langzeitstudie zeigt: Schweinswal-Aktivität in der Deutschen Bucht bleibt stabil – Unterschiedliche Detektionsraten relativ zu Offshore WIndparks im Betrieb

Eine im Auftrag des Bundesverbands Windenergie Offshore e.V. durchgeführte Studie der IBL Umweltplanung GmbH, in Partnerschaft mit BioConsult SH, analysierte 13 Jahre CPOD-Daten aus der Deutschen Bucht. Die Ergebnisse zeigen eine insgesamt stabile Entwicklung der Schweinswal-Detektionsraten, trotz regionaler Unterschiede und möglicher Habitatnutzungsverschiebungen. Darüberhinaus wurden in unmittelbarer Nähe von Offshore-Windparks im Betrieb im Schnitt 10 % weniger Detektionen festgestellt als innerhalb der Windparks. Die Ursachen dieses Effekts sind noch nicht abschließend geklärt und erfordern weitere Forschung.

Im Auftrag des Bundesverbands Windenergie Offshore e.V.  führte IBL Umweltplanung GmbH in Kooperation mit BioConsult SH GmbH & Co. KG eine zweiteilige Studie auf Basis eines 13-jährigen CPOD-Datensatzes aus der Deutschen Bucht durch.

Der erste Teil der Studie wurde von BioConsult SH durchgeführt und befasste sich mit der Ermittlung von Langzeittrends der Schweinswal-Detektionsraten. Es zeigte sich, dass sich trotz jährlicher Schwankungen die Gesamtentwicklung der Schweinswal-Detektionsraten über die Jahre hinweg stabil blieb. Regional unterschieden sich die Trends, was auf eine Verschiebung der Schweinswal-Habitatnutzung deutet. Die möglichen Ursachen für die beobachteten Trends sind jedoch noch nicht abschließend erklärt.

Der zweite Teil der Studie wurde von IBL Umweltplanung GmbH mit beratender Unterstützung im Bereich Statistik von Moritz Mercker (Bionum GmbH) durchgeführt. Hierbei wurden die Unterschiede zwischen Schweinswal-Detektionsraten innerhalb und bis zu 2,5 km außerhalb von im Betrieb befindlichen Offshore-Windparks untersucht. Mit dem Faktormodell wurden insgesamt signifikant niedrigere Schweinswal-Detektionsraten in unmittelbarer Nähe von Offshore-Windparks (10 %) als innerhalb der Offshore-Windparks gefunden. Die möglichen Ursachen für diese beobachteten Effekte müssen in Zukunft noch differenzierter untersucht werden.

Die Studie (auf Englisch) kann hier herunterladen werden.